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Gehen

Ich musste gehen. Nichts besonderes eigentlich. Gehen wir nicht alle? Sei es nun zusammen oder aneinander vorbei, alleine oder in der Menge, zielgerichtet oder ungeplant, durchs Leben oder in den Tod - nur still stehen können wir nicht, höchstens so tun, als wären wir immer noch da, wo wir einmal waren. Gehen, das heisst: leben, sogar erleben. Der Schritt in der Gegenwart kommt immer aus der Vergangenheit und geht immer in die Zukunft. Wer verleugnet, ein Gehender zu sein, verleugnet die Zeit.

Ich weiss, dass ich zurückkehren werde. Auch das ist menschlich. Die Sehnsucht nach dem Mutterleib, nach dem Bekannten, nach Geborgenheit; nach den unbeschwerten Kindheitstagen, die nur in der Erinnerung so sind, unddem letzten Tag, an dem man von sich noch sagen konnte, richtig glücklich gewesen zu sein. Ganz egal, ob er gestern war oder vor einem Jahrzehnt: Sie sind immer gleich weit entfernt. Jede Erinnerung ist eine Rückkehr in die Vergangenheit.

Ich weiss, dass noch viele Abschiede kommen werden und noch viele Wiedersehen. Ich werde kommen und gehen müssen, immer wieder. Ich weiss, dass das alles menschlich ist, nichts besonderes eigentlich; dass wir loslassen müssen, um neu zu fangen.

Warum tut es dann so weh, zu gehen?...
16.10.06 16:14


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Aber was ist ein Mensch anderes
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Bin ich also ein Mensch
oder nur ein Phantom
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